Bei Hitzerekorden mit 30° Grad lechzen viele Vorarlberger:innen bereits Ende Mai nach Abkühlung in den Flüssen und Seen im Ländle. Die Wasserrettung Vorarlberg gibt Tipps für einen sicheren Start in die Badesaison.

Einsätze_im_Fließgewässer_werden_häufiger_-_wie_hier_bei_einer_Übung.jpegEinsätze im Fließgewässer werden häufiger - wie hier bei einer Übung.

Fünfundzwanzig Mal gab es heuer schon Pager-Alarm. „Überdurchschnittlich oft für Ende Mai“, sagt Landesleiter und Landeseinsatzleiter Daniel Plaichner. Von der im Sturm abgetriebenen Standup-Paddlerin bis zum Paragleiter-Absturz im See war alles schon dabei. „Es fühlt sich an wie mitten im Hochsommer. Am härtesten war für unsere Einsatzkräfte das Kleinkind, das in Nenzing von der Meng mitgerissen wurde“, zeigt sich Plaichner betroffen.

Es sind Einsätze wie diese, die ein Beleg dafür sind, wie gefährlich Fließgewässer, Seen oder Pools sein können. Deshalb gibt die Wasserrettung Vorarlberg wichtige Tipps für besonders heiße Tage:

  • Nur entsprechend abgekühlt ins Wasser gehen

  • Nicht mit vollem oder ganz leerem Magen baden

  • Nur springen, wenn man den Untergrund kennt, das Wasser tief genug und frei ist

  • Als Nichtschwimmer maximal bis zur Brust ins Wasser gehen

  • Luftmatratze, Autoschlauch und Gummitiere sind keine Schwimmhilfen

  • Zieht ein Gewitter auf, das Baden sofort beenden

  • Vorsicht auf Rutschen: genügend Abstand halten und im Wasser sofort zur Seite gehen

  • Zur Behandlung von kleinen Blessuren empfiehlt sich die Mitnahme einer Erste-Hilfe-Box

  • Eine gute Schwimmausbildung ist die beste Voraussetzung für ungetrübten Badespaß

Wildbadeplätze abseits der gesicherten Schwimmbäder erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Für sie gelten besondere Regeln:
  • Die Kraft eines fließenden Gewässers nicht unterschätzen

  • Bei Kraftwerksbetrieb oder Schlagwetter: Schwallwassergefahr beachten und immer einen Rückzugsweg offenhalten

  • Wasserstand beobachten; wenn dieser steigt, das Flussbett verlassen

  • Kinder NIEMALS unbeaufsichtigt an Flüssen spielen lassen

Selbst wenn Kinder mit Schwimmhilfen ausgerüstet sind, dürfen sie nie aus den Augen gelassen werden. Für den Bademeister ist es völlig unmöglich, überall gleichzeitig zu sein und zu kontrollieren. Wer Kinder zu einem Bootsausflug einlädt, sollte beachten, dass sie in diesem Fall Schwimmwesten tragen. Im Ernstfall ist die Wasserrettung unter der Notrufnummer 144 erreichbar.

Wie man im Notfall richtig reagiert und wie man selbst zum/zur Lebensretter:in wird, lernt man am besten in einem der vielen landesweit angebotenen Rettungsschwimmkurse. Der erste findet zeitgleich in sieben Schwimmbädern vom 27. Juni bis zum 8. Juli 2022 statt.

Plakate & Bildmaterial zum Download (© Wasserrettung Vorarlberg):

https://nextcloud.wasserrettung-vorarlberg.at/index.php/s/ZHsGGNB6rrkBwTg