Ausgerechnet im 70. Jubiläumsjahr ist das Vereinsleben pandemiebedingt heruntergefahren. Die Wasserrettung Vorarlberg stellt die Weichen für die Zeit danach und hat in einer sehr speziellen Jahreshauptversammlung am 28. April 2021 einen neuen Vorstand gewählt.

NeuesPrsidiumDas neue Präsidium v.l.n.r.: Geschäftsführerin Katharina Bertschler, Landeseinsatzleiter Daniel Plaichner, Landesleiter Sebastian Hellbock, Präsident Philipp Stadler, Landesausbildungsleiter Klaus Kübler, Landeskommunikationsleiter Dominic Dapré

„Es fällt mir nicht leicht“, stockt Alt-Präsident Hermann Vögel sichtlich gerührt, „aber es ist an der Zeit, einem jüngeren Team Platz zu machen.“ Selbst im „Vereinsländle“ Vorarlberg findet man Urgesteine wie Vögel nur selten. Mitglied seit 1973, im Präsidium seit 1991, Silbernes Ehrenzeichen der Republik Österreich, Verdienstzeichen des Landes Vorarlberg – eine bewegte Karriere bei der Wasserrettung Vorarlberg neigt sich ihrem Ende entgegen.

„Aber nicht ganz“, bremst Neo-Präsident Philipp Stadler. „Wir brauchen jemanden mit Hermanns Erfahrungsschatz, deshalb steht er uns künftig als Ehrenpräsident zur Seite.“ Einstimmiger Beschluss, kein Auskommen. Es ist eine spezielle Jahreshauptversammlung, die die Wasserrettung Vorarlberg am Mittwochabend veranstaltet hat. Abstandsregeln, Masken, Berichte in Kurzfassung: Wie ein richtiger Festakt fühlt es sich nicht an. Trotzdem muss alle drei Jahre ein neues Präsidium her.

Hermann Vögel führte die Rettungsorganisation fast 20 Jahre als Präsident und Landesleiter, sein Herz schlug stets für die Ausbildung angehender Rettungsschwimmer. Seinen Job übernimmt für die kommenden drei Jahre Philipp Stadler: „Es erfüllt mich mit großem Stolz, Hermanns Platz einzunehmen. Mit ihm geht eine Ära zu Ende. Ich sehe das als Chance und möchte nicht nur aus jedem Nichtschwimmer einen Schwimmer machen, sondern aus jedem Schwimmer einen Rettungsschwimmer.“

Landesleiter Sebastian Hellbock und Geschäftsführerin Katharina Bertschler bleiben dem neuen Präsidium erhalten: „Die Wasserrettung Vorarlberg hat ein aufregendes Jahr vor sich. Wir feiern heuer 70-jähriges Jubiläum und im Herbst bringen wir mit der V9-III das modernste Rettungsboot am Bodensee ins Ländle. Gerade in diesen herausforderndenZeiten ist ein schlagkräftiges Team entscheidend für den Erfolg unserer Organisation.“

Neuer Landes-Einsatzleiter wird Daniel Plaichner: „Ob Eis, Sturm oder Badeunfall: Unsere Mannschaft ist rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr einsatzbereit. Ich sorge für einen reibungslosen Ablauf bei den Einsätzen und gebe so den Vorarlbergerinnen und Vorarlbergern ein sicheres Gefühl am, im und auf dem Wasser.“

Markus Kirchberger übergibt das Amt des Landes-Ausbildungsleiters an Klaus Kübler: „Eine bestens ausgebildete Truppe ist das Herz der Wasserrettung Vorarlberg. Wir schulen unsere Einsatzkräfte bereits gründlich in den Bereichen Tauchen, Wildwasser, Rettungsschwimmen, Nautik und Erste Hilfe. Künftig werden wir den Fokus verstärkt auf Online-Angebote legen.“

Die Öffentlichkeitsarbeit übernimmt Dominic Dapré von Astrid Hufnagel: „Wenn wir uns schon nicht so oft persönlich treffen können, müssen wir das Gemeinschaftsgefühl am Leben erhalten. Deshalb machen wir die Wasserrettung Vorarlberg als den Verein sichtbar, der sie ist: Eine Blaulichtorganisation, für die ihre Mitglieder brennen!“

HellbockVgelStadlerLandesleiter Sebastian Hellbock (l.) und der neu gewählte Präsident Philipp Stadler (r.) verleihen Hermann Vögel die Ehrenpräsidentschaft.