Bei heißen Temperaturen und reißender Rhein-Strömung präsentierte die Wasserrettung Vorarlberg am Samstagvormittag ihre neuwertige, professionelle Hochwasser-Ausrüstung. Unter den staunenden Blicken von Sicherheitslandesrat Christian Gantner, dem Lustenauer Bürgermeister Kurt Fischer und zahlreichen Pressevertreter:innen aus dem In- und Ausland wurden unterschiedliche Einsatzszenarien durchgespielt.

image00015.jpegSicherheitslandesrat Christian Gantner, Landeseinsatzleiter Daniel Plaichner und Landesleiter Sebastian Hellbock (v.l.n.r.)

"Eine Bauarbeiterin ist bei Arbeiten an der neuen Rheinbrücke abgestürzt und muss von einem Brückenpfeiler geborgen werden. Zudem retten wir eine Person, die in den Rhein gestürzt ist und von der Strömung mitgerissen wurde", erklärt ÖWR-Landesleiter Sebastian Hellbock.

Wasserrettung-46kleiner.jpgMirijam Hefel, Wildwasserretterin: "Die größte Herausforderung ist es, das Boot in der gewaltigen Strömung so stabil zu halten, dass wir die Patienten sicher bergen können." © Land Vorarlberg

Sicherheitslandesrat Christian Gantner: "Wir wollen vorbereitet sein, wenn uns das Glück einmal verlässt und schnelles, wirkungsvolles Handeln gefragt ist. Deshalb wurde das Hochwasser- und Evakuierungskonzept der ÖWR seitens des Landes mit rund 400.000 Euro, verteilt über vier Jahre, unterstützt." 

Mit diesen Investitionen wurde etwa die Anzahl der Hochwasserboote von acht auf zwölf aufgestockt. "Die vier speziellen Schlauchboote sind mit einem Aluminiumrumpf ausgestattet, der das Boot vor Treibgut und Beschädigung schützt. Der 25-PS-Motor bringt ausreichend Leistung, um im Rhein Rettungsmanöver auch gegen starke Strömungen erfolgreich durchführen zu können", erklärt Landeseinsatzleiter Daniel Plaichner.

Wasserrettung-50kleiner.jpgBerndt Zündel, Einsatzleiter Abteilung Dornbirn: "Oft unterschätzen Hobbyschwimmer die Strömung in Fließgewässern wie dem Rhein. So wird aus Badespaß schnell eine brenzlige Situation und zu einer Herausforderung für uns als Einsatzkräfte." © Land Vorarlberg

Die Schlauchboote werden mit jeweils einem Aluminiumboot auf einem neu entwickelten Anhänger transportiert. Das Aluminiumboot hat dabei seine Stärken in seichten, fast stehenden Überflutungsgebieten, wogegen das Schlauchboot für Strömungen über 1m/s ausgelegt ist. Die Kombination der zwei Boote auf einem Anhänger bringt uns alle Einsatzmöglichkeiten vor Ort.

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Bürgermeister Kurt Fischer: "Für die Gemeinde Lustenau ist die Wasserrettung ein wesentliches Element für alle Rettungseinsätze am und auf dem Wasser. Der Alte Rhein, aber auch der Neue Rhein sind immer wieder Schauplatz von Tragödien, zu denen die ÖWR gerufen wird."

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Alle Bilder © Land Vorarlberg